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Quentins Tagebuch 2004
Januar 2004
Im Januar galt meine ganze Aufmerksamkeit meiner lieben Ronja.
Irgendwie hat sie immer ganz aufregend gerochen, sie hatte einen
ganz tollen Duft, der mich ganz verrückt nach ihr gemacht hat.
Aber wenn ich ihr dann zu nahe kam und auf sie draufsteigen
wollte, hat sie furchtbar gemaunzt und war ganz böse auf mich. Ich
habe das alles gar nicht richtig verstanden. Das ging so den
ganzen Januar. Erst so Ende Januar wurde es dann irgendwie anders.
Ronja hat dann noch besser gerochen, als die Wochen davor. Und ihr
Verhalten hat sich auf einen Schlag auch geändert. Auf einmal hat
sie meine Nähe richtig gesucht und sich vor mir auf den Boden
geschmissen. Im ersten Moment war mir das fast alles zu schnell,
ich habe mich ihr dann erst mal ihr vorsichtig genähert – nicht
dass sie wieder böse zu mir wurde. Sie war dann aber ganz willig
und ich habe sie mehrmals beglücken dürfen. Für mich war das ganz
schön, aber Ronja hat bei dem Deckschrei immer furchtbar geschrien.
Februar 2004
Ich habe mich viel um meine Ronja gekümmert, die auf einmal viel
ausgelichener war als davor. Ronja hat sich viel zurückgezogen und
wollte oft alleine sein, wenn sie aber auf dem Sofa lag, wurde sie
gerne von mir geputzt. Ansonsten war der Februar sehr geruhsam –
auch Fasching hat mich ziemlich kalt gelassen.
März 2004
Es lag in der Luft, dass der Frühling bald kam.
Meine Fiona, die für mich immer noch die kleine verspielte Katze
war, wurde auf einmal rollig und hat sich vor mir auf den Boden
geworfen. Leider wurden wir immer getrennt und durften gar nicht
mehr zusammen kuscheln. Unsere Katzeneltern hatten wohl Angst,
dass wir was anderes als kuscheln machen würden, womit sie auch
Recht hatten. Auch wenn ich räumlich von ihr getrennt war, so lag
ihr guter Duft doch in der Luft und ich habe mir alle Mühe
gegeben, ihr meine schönsten Katzenlieder zu singen, meine
Katzeneltern freuten sich allerdings weder über meinen
Katzengesang, noch über Fionas rolliges Gemaunze.
Erst als Fiona nicht mehr rollig war, durften wir endlich wieder
zusammen und konnten wieder kuscheln.
Am 28.März war natürlich auch ein großer Tag, weil ich da zum
2.Mal stolzer Katzenvater wurde. Die Geburt war für Ronja gar
nicht so leicht, weil die zwei kleinen Katerchen ganz schön groß
und schwer waren (106 g und 128 g). Aber trotzdem ging alles gut
und die Kleinen waren gesund und haben gleich nach der Geburt ganz
lieb an der Ronja genuckelt. Ronja hat auch nichts dagegen, wenn
ich immer wieder nach den Kleinen schaue, ob alles noch in Ordnung
ist. Nur mit dem Spielen mit den Kleinen da muß ich leider noch
warten.
April 2004
Ich passe immer gut auf meine kleinen Katzenkinder auf, aber Ronja
hat als erfahrene Katenmutter alles so gut im Griff, dass sie
meine Hilfe gar nicht so viel braucht. Leider kann ich mit den
Kleinen immer noch nicht viel anfangen und beim Spielen machen sie
auch nicht so richtig mit. Nun ja, dann muß ich damit halt doch
noch weiter warten.
In Planegg war am 17. und 18. April eine Katzenausstellung vom
SDRV. Am Samstag war ich wieder mal auf der Bühne und wurde sogar
Best in Show. Am meisten hat es mich aber gefreut, dass auch Fiona
Best in Show wurde und wir dann sogar zusammen auf der Bühne
waren. Ich habe ja schon mehrere Pokale gewonnen, aber für Fiona
war es der erste Pokal. Sie hat sich auch sehr darüber gefreut.
Mai 2004
Nun sind die Kleinen endlich soweit, dass ich mit ihnen tobend
durch das Haus fetzen kann. Seit die Kleinen 8 Wochen alt sind,
dürfen sie mit uns überall im Haus herumlaufen. Sie haben sich
auch gleich meinen Lieblingsplatz auf dem Sofa ausgesucht, aber
zum Glück passen auch mehrere Katzen auf das große Sofa.
Jetzt wo es endlich wärmer wird, lieben wir erwachsene Katzen es,
uns draußen auf der Terasse in der Sonne auf den warmen
Pflastersteinen herumzuwälzen. Wir spielen in der Wiese auch gerne
miteinander fangen oder sitzen einfach nur so in der Sonne und
schauen was sich so in der Umgebung alles tut.
Juni 2004
Meine Menscheneltern haben im Juni geheiratet.
Da hatten sie nicht so viel Zeit für uns, weil sie deshalb die
Wochen davor ständig unterwegs waren, weil sie soviel dafür
organisieren mußten. Wir kamen da ein bißchen zu kurz, aber dafür
hatten wir schon Verständnis. Gleich nach der Hochzeit sind sie
dann in die sogenannten Flitterwochen geflogen und wir haben alle
auf das Haus aufgepaßt. Es war auch gar nicht schlimm, da wir
jeden Tag von Katzenfreunden Besuch hatten, die uns viel
gestreichelt und uns leckeres Futter gegeben haben.
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